Die Tatzeit ist nicht nachts und Tatwerkzeuge sind oftmals nur Schraubendreher
Viele Eigenheimbesitzer glauben, daß Einbrecher eher am Abend und in der Nacht tätig sind. Leider weißt die Polizei aus Erfahrung, daß dem nicht so ist. Die meisten Taten werden tagsüber zwischen 7 und 22 Uhr registriert. Dabei sind die Täter auch nicht maskiert, oder haben ein Fluchtauto dabei, ganz zu schweigen von Schneidbrenner oder sonstigen schweren Einbruchwerkzeugen.
Das meistverwendete Tatwerkzeug ist ein massiver Schraubenzieher. Läßt sich verdeckt transportieren und fällt auch bei einer Kontrolle nicht auf. Ebenso paßt das Diebesgut meist in eine Tasche, denn die Täter entwenden meist nur Bargeld, Uhren und Schmuck. Große und sperrige Gegenstände lassen sich nur umständlich transportieren und anschließend ebenso schwierig verkaufen.

Die Polizei weiß durch jahrelange Ermittlungstätigkeit auch, daß die Einbrecher die Zielobjekte vorher nicht wochenlang beobachten. Vielmehr wird nach konkreten Anzeichen für die Abwesenheit der Bewohner gesucht:
  • ein voller Briefkasten
  • die Mülltonne steht noch immer an der Straße
  • tagsüber heruntergelassene Rollläden
  • nachts brennt kein Licht im Haus oder
  • es parkt kein Auto vor der Tür

All das sind Indizien für einen Einbrecher, daß das Objekt unbewohnt ist. Hierzu kann aber jeder entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen, wie z.B. die Nachbarn um Post und Müll bitten oder eine zeitlich gesteuerte Beleuchtung installieren. Besonders im Herbst und Winter soll der potentielle Täter den Eindruck gewinnen: da ist jemand zu Hause. Einbrecher sind typischerweise keine Gewalttäter, daher versuchen sie einer Konfrontation aus dem Weg zu gehen.

Grundsätzlich empfiehlt die Polizei, sofort anzurufen sobald man etwas oder jemand Verdächtigen sieht. Dies wird nicht unbedingt zu einer Streifenfahrt vor Ort führen, jedoch notiert sich die Dienststelle diesen Vorfall und bei mehreren Meldungen wird in diesem Gebiet dann auch schon mal verdeckt Streife gefahren.

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