Alarmanlage

Eine Alarmanlage vermittelt einem ein gewisses Gefühl von Sicherheit.
Tag und Nacht einsatzbereit, zeigt der nach außen sichtbare Teil:
wir machen es dem (potentiellen) Einbrecher nicht leicht!

Manche Hausbesitzer haben sogar extra eine Attrappe der Fassaden-Box, um diese abschreckende Wirkung zu genießen…

Alarmtypen

Als Alarmtypen bezeichnet man die Sicherheitsstufen bzw. Sicherheitsgrade der Alarmanlagen. Da es sich meist um Anlagen handelt, die für einen Alarm bei einem Einbruch eingesetzt werden, bezeichnet man diese in der Regel als Einbruchmeldeanlagen (kurz EMA) oder Überfallmeldeanlagen (kurz ÜMA). Für EMA/ÜMA existieren vier Sicherheitsstufen, diese richten sich nach Höhe des Risikos. Ihr Fachbetrieb kann hier auf einen Pflichtenkatalog der Polizei zurückgreifen.

Unterteilung der 4 Sicherheitsstufen/Sicherheitsgrade:
  • Stufe 1:
    Nicht empfehlenswert, da diese weit unter den polizeilichen Anforderungen liegt
  • Stufe 2:
    EMA/ÜMA mit einem Sicherheitsgrad 2 werden bei kleineren Wohnobjekten empfohlen. Sie verfügen über eine mittlere Ansprechempfindlichkeit und Überwindungssicherheit
  • Stufe 3:
    Diese Sicherheitsstufe weist eine erhöhte Überwindungssicherheit auf und empfiehlt sich bei Wohnhäusern sowie kleineren Gewerbeobjekten
  • Stufe 4:
    Eine EMA/ÜMA mit Sicherheitsgrad 4 weist eine hohe Überwindungssicherheit und Ansprechempfindlichkeit auf. Die Anlage ist daher optimal geeignet, um Personen, Wohngebäude, Gewerbe- und öffentliche Objekte mit hohem Gefährdungspotenzial zu überwachen

Alarmierungsarten

Vor dem Erwerb einer Alarmanlage zur Einbruchsicherung sollte man sich unbedingt auch über die verschiedenen Arten des Alarms im Klaren sein. Natürlich werden sie bei Ihrer Fachfirma zum Thema Einbruchschutz hierzu ausführlich beraten. Wir wollen ihnen aber vorab schon einige Informationen an die Hand geben.

Fernalarm

Fernalarm - Meldung direkt an die Polizei

Beim Fernalarm wird eine externe Stelle um Hilfe gebeten, in den meisten Fällen ist dies die Polizei. Sehr oft ist der Fernalarm auch ein stiller Alarm, es erfolgt also kein wahrnehmbares Signal. Hierdurch wird der Verbrecher nicht verschreckt und die Hilfestelle kann sich auf den Einsatz vorbereiten.

Externalarm

Der externe Alarm kommt im privaten Bereich wohl am Häufigsten vor. Hier erfolgt der Alarm meist durch optische und/oder akustische Signale (akustischer Alarm). Der Externalarm dient mit seinem Aussen-Signalgeber vor allem dazu, den Einbrecher abzuschrecken und Aufmerksamkeit zu erregen.

Internalarm

Internalarm - mit eigener Security

Eine weitere Alarmierungsart ist der interne Alarm. Dieser dient vor allem Testzwecken, wie zum Beispiel einem Probealarm in Schulen oder Krankenhäusern. Es wird also keine externe Stelle (Feuerwehr) zur Hilfe gebeten und der Alarm kann zu jeder Zeit gegeben werden. Allerdings wird der Internalarm auch oft in Gebäuden verwendet, die über eigenes Sicherheitspersonal verfügen.

Falschalarm/Fehlalarm

Als Falschalarm wird die ungewollte/unbegründete Auslösung eines Alarms bezeichnet.
Überwiegend verursacht durch falsch konzipierte oder defekte Anlagenteile, aber auch Bedienungsfehler können zu einer Fehlalarmierung führen.
Häufige Fehlalarme verursachen einen „Glaubwürdigkeitsverlust“ der EMA. Im Falle einer berechtigten Meldung könnte diese auch mit einer Fehlfunktion verwechselt werden.
Immer wieder werden Installationen, welche oft Fehlmeldungen auslösten, gar nicht mehr genutzt und führen so zu einem Invesitionsverlust.
Darüber hinaus kann ein Fehlalarm erhebliche, unnötige Kosten verursachen.

Überwachungsarten

Vor jedem Einbau einer EMA/ÜMA steht die Frage: Was soll überwacht werden? Ob private oder gewerbliche Überwachung, die Alarmanlage weist doch meist mehrere Komponenten auf. Unterschieden wird zwischen der Außenhautüberwachung und der Fallenüberwachung, wobei im privaten Bereich oft nur die erste Variante vorkommt. Eine Kombination ist meist im gewerblichen Bereich sinnvoll.

Außenhautüberwachung

Außenhaut-Überwachung

Hierbei wird das Augenmerk auf die Punkte gelegt, auf die von außen Einfluss genommen werden kann. Dies sind zum Beispiel Fenster und Türen. Die Überwachung findet also dahingehend statt, dass der Alarm ausgelöst wird, sobald ein Öffnen oder gar ein Durchbruch stattfindet. Ein entsprechendes Anlagensystem arbeitet hier mit Kontakten, die an den kritischen Stellen angebracht werden. Ein Vorteil der Außenhautüberwachung ist somit die Alarmierung, bevor der Täter das Objekt bzw. Grundstück betritt. Zum Zweiten kann die EMA eingeschaltet bleiben, wenn sie vor Ort sind. Aus diesen Gründen wird diese Überwachungsart sehr oft bei Wohngebäuden eingesetzt.

Fallenüberwachung

Fallen-Überwachung

Hierunter versteht man die Überwachung des Innenbereiches. Je nach Objekt, Nutzung und Umgebung werden verschiedene Sensoren bzw. Bewegungsmelder an strategisch wichtigen Punkten angebracht. Der Alarm wird ausgelöst, wenn sich der Täter bereits im Überwachungsbereich der EMA befindet. Sie sollten bedenken, dass eine reine Außenhautüberwachung meist mit höheren Kosten verbunden ist als eine Kombination aus beiden Arten.

Überwachungstypen

Die Bestimmung des Einsatzortes ist sehr wichtig, wenn es um die Art des Bewegungsmelders geht. Es wird generell zwischen drei Arten der Arbeitsweise unterschieden:

Überwachung durch Ultraschall

Hierbei werden vom Sender permanent Schallwellen ausgestrahlt. Bei der Reflexion wird dem Empfänger mitgeteilt, ob sich eine Änderung ergibt (Soll-Ist-Vergleich). Es wird hierdurch sofort angezeigt, wenn sich Objekte – wie etwa Personen oder Tiere – im Überwachungsbereich befinden. Bei einem Bewegungsmelder mit Ultraschall ist unbedingt darauf zu achten, diesen nicht über Heizkörpern, in der Nähe von Schallquellen oder Luftströmung zu montieren. Da das Trägermedium von Schallwellen Luft ist, kann es sonst schnell zu Fehlalarmen kommen.

Überwachung durch Infrarot (IR)

Der IR-Sensor erkennt Wärmequellen und meldet Temperaturunterschiede in der Umgebung. Hier ist eine Änderung immer dann gegeben, wenn ein Objekt in den Überwachungsbereich eintritt. Eine Person, die sich bewegt, hat eine sich verändernde Wärmestrahlung. Durch diese Unregelmäßigkeit wird der Alarm ausgelöst. Bei Bewegungsmeldern trifft man hier am Häufigsten auf den Passive-Infrarot-Melder (PIR-Melder). Hierbei ist auf den Dämmerungsschalter zu achten, der entweder im PIR-Melder eingebaut sein kann oder einzeln erhältlich ist. Er dient der Überwachung des Helligkeitswertes und wird meist im Außenbereich genutzt, um z.B. bei Dunkelheit eine Lichtquelle anzusteuern.

Überwachung durch elektromagnetische Wellen

Der Bewegungsmelder bietet dieselben Funktionen wie beim Ultraschall. Allerdings unterscheiden sich die ausgestrahlten Wellen; elektromagnetische Wellen benötigen kein Trägermedium. Ein Alarm ist also auch im Vakuum möglich.

Checkliste

Ist der Einbau einer Alarmanlage beziehungsweise EMA/ÜMA geplant, sollten man also einige Punkte beachten. Natürlich ist Ihr Fachbetrieb hier der erste Ansprechpartner.
  • detaillierte Einweisung in die Alarmanlage/EMA/ÜMA; die Bedienungsanleitung sollte jederzeit zur Hand sein
  • Alarmanlage/EMA/ÜMA erst scharf schalten, wenn alle Teile voll funktionsfähig sind
  • Um später einen eventuellen Rechtsanspruch richtig zu begründen, sollten Sie auf eine – nach dem polizeilichen Pflichtenkatalog – Anlagenbeschreibung bestehen. Ist eine Abweichung vorgesehen, ist diese zu dokumentieren.
  • Übergabe der Verteilerpläne, Verlegepläne und Anschlusspläne
  • Wartung in regelmäßigen Abständen durch qualifiziertes Fachpersonal
  • Art der Überwachung: Außenhaut, Fallenüberwachung oder doch eine Kombi-Lösung?
  • richtige Planung der Einbruchschutzanlage: Bevor ein Täter die mechanischen Hürden überwinden kann, sollte schon der Alarm ausgelöst worden sein
  • Probezeit nach Einbau (ca. 4 Wochen), um festzustellen, ob keine Mängel bestehen
  • Welche Alarmierungsart ist für mich die beste?
  • geprüfte Geräte durch Abnahme einer Prüf- oder Zertifizierungsstelle nach DIN EN 45011
  • überwachte Bereiche sollten erst nach Unscharfschaltung der Anlage betreten werden dürfen; Falschalarme werden vermieden und die „Zwangsläufigkeit“ wird eingehalten
  • Bestätigung durch den Fachbetrieb, dass die Richtlinien eingehalten werden; achten sie hier besonders auf die Normen DIN EN 50130, DIN EN 50136 und DIN VDE 0833 (Teil 1 und Teil 3)

Beratung und Kontakt

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